Flair

Selektion: getestet als 030801
Züchter:
Flevoplant Goossens, Ens, Die Niederlände


Die Einmaltragende Erdbeersorte Flair ist selektiert durch Marcel Suiker von das Züchtungsbetrieb Flevoplant aus Die Niederlände. Mittlerweile hat `Flair´ sich die letzte Jahren in Scandinavien und Nord- und Mittel-Deutschland gut bewertet. Als leckerste früh reifende Erdbeersorte bietet Flair interessante Möglichkeiten für die frühe Kultur im Gewächshaus oder im Tunnel. Im Vergleich zu Darselect haben die Früchte von `Flair´ eine bessere Fruchtansatz und behalten auch nach der Ernte ihren Glanz. Im Vergleich zu Clery bringt Flair den Vorteil mit, noch einige Tage früher mit einem besseren Geschmack zum Verkauf bereit zu stehen. Im Vergleich zu Lambada ist Flair weniger anfällig gegenüber Wurzelkrankheiten und ihre Früchte sind fester.

Blüte- und Erntezeit

Die Früchte von Flair können drei bis fünf Tage früher als Clery und mehr als eine Woche früher als Darselect geerntet werden. Der Pflanzentyp von Flair gleicht dem von Honeoye, recht offen aufgebaut mit sehr wenigen löffelförmigen Blättern.
Wegen die lange Blüten sind die Beeren von Flair frostempfindlich.
Beim Anbau im Freiland und unter Lochfolie mussen dagegen zeitig Kulturmaβnahmen genommen werden.
Flair-Früchte wachsen schnell aus, so dass die Ernteperiode auf einen kurzen Zeitraum konzentriert erfolgt. Im Durchschnitt ist die Ernte nach vier Wochen beendet.

Fruchtqualität

Flair bevorzugt ein kühleres Klima;die Früchte wachsen unter diesen Voraussetzungen gut aus und sind ausreichend fest. Flair zeigt einen schönen Fruchtansatz und die langen kegelförmigen Erdbeeren ähneln den Früchten von Clery. Genau wie Honeoye hat auch Flair einen hohen Kältebedarf, der erfüllt sein muss, um ein gutes Wachstum und lange Blüten und gute Staubfaden zu sichern. Bei ungunstige Anbaubedingungen im Herbst (hohe Temperatur und wenig Dungung bildet Flair oft Vorblüte.  Die Früchte von Flair zeigen eine hellrote Farbe und einen schönen Glanz. Werden die Erdbeeren nicht rechtzeitig gepflückt, dann färben sie auch während der Lagerung weiter. Grade darum und wegen ihres Geschmackes ist die Sorte geeignet für die Direktvermarktung.

Produktivität

Typisch für `Flair´ ist die offen aufgebaute Pflanze mit relativ wenig Blätter. Durch diesen Pflanzenaufbau sind die Erdbeeren sehr einfach zu ernten. Aber, bei der Kultur im Tunnel besonders ist auf ausreichendes Lüften und eine gute Versorgung mit Wasser zu achten. Wird dies übersehen, können die Pflanzen bei warmer oder trockener Witterung leiden und die Pflückbarkeit wird schwierig.
Das Fruchtgewichtvon Flair ist vergleichbar mit dem von Clery und auch der Ertrag kann auf dem gleichen Niveau liegen unter die Bedingung dass Flair früh gepflanzt. Entscheidend für den Erfolg ist auch eine gute Ernährung in September und Oktober um ein ausreichendes Ertragspotenzial auf zu bauen.

Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten

Im algemeinen ist Flair wenig anfällig für Bodenkrankheiten wie Rhizomfäule (Phytophthora cactorum) und Welke (Verticillium dahliae). Aber bei der Kultur von Topfpflanzen werden preventive Bekämpfungen gegen Phytophthora cactorum empfohlen.
 
Flair ist wenig empfindlich gegenüber Mehltau (Sphaerotheca macularis). Trotzdem können die Früchte von Flair auf Substrat und Rinnenkultur anfällig sein.
Da Flair empfindlich ist für Bodenherbizid empfehlen wir zu warten mit spritzen bis die Pflanzen genugend eingewurzeld sind und die Dosierung zu beobachten.

Anbauerfahrungen

Jahren Erfahrungen haben gezeigt, dass Flair ein kühleres Klima bevorzugt wahrend die Reifung für die Fruchtfestigkeit und Fruchtgroβe;gradedarum ist Flair besonders geeignet für frühe Kulturen im Freiland, unter Lochfolie und Tunnel. Wegen die geringe Anfälligkeit von die Früchte für Regen ist Flair auch geeignet für die Freilandanbau.
Im Tunnel muss an warmen Tagen im zweitägigen Abstand morgens geerntet werden, um eine Überreife und Druckstellen an den Früchten zu vermeiden. Eine ausreichende Bewässerung und genugend luften ist sehr wichtig um eine gute Qualität zu behalten. Wenn die Pflanzen nicht genug unter Fließspannung stehen, kann der Kelch beim Pflücken leicht abgerissen werden.
Beim Anbau im Gewächshaus muss das Kältebedürfnis von Flair volständig befriedigt werden durch die Traypflanzen vorher genugend zu lageren. Um die Winterruhe zu brechen braucht Flair, wie die Sonata, dazu auch eine Belichtung.
Flair braucht mit Zink versorgten Böden mit ein optimalisierte pH.
An den jüngeren bis mittleren Blättern zeigen sich oft hellgrune löffelformige Blättern. Die Schadursache ist Zink und/oder Mangan  Mangel. Mit Zink-Mangel ist zu rechnen auf Carbonatböden mit hohen pH, niedrigen verfügbaren Zn-gehalten sowie hohen Gehalten an verfügbaren P.

Der Absatz von Flair läuft insbesondere auf den direkt vermarktenden Betrieben und wird von diesen als „Geschmackssorte“ den Kunden angeboten.

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